Potenzial der Zukunft – Rekrutierung von Fachkräften in Polen
geschrieben am: 20-03-2015
Fachkräftemangel oder Beschaffungsproblem? „Wir haben keinen Fachkräftemangel sondern ein Beschaffungsproblem“, so Helmut Meyer, Inhaber und Vorstandssprecher der GeAT AG, dem größten Thüringer Personaldienstleister. „Wer heute Arbeitnehmergewinnung wie noch vor 5 Jahren betreibt – und das gilt insbesondere für den Mittelstand – geht leer aus oder kann die Kosten nicht tragen. Drastische Wettbewerbsnachteile sind die Folgen.“ Dieser Thematik widmet sich derzeit die Fachowcy Firmy Meyer Sp. z o. o. (FFM). Mit der Gründung und Beauftragung der Arbeitsagentur in Polen hat sie das Ziel, polnische Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen. Firmen, die diese Entwicklung erkannt haben und sich strategisch mit der Personalbeschaffung für die Zukunft auseinandersetzen, greifen bereits heute mit Überzeugung auf die FFM zurück. Polnische Fachkräfte, die auf der Suche nach Arbeit im Ausland sind, nutzen das Angebot ebenso. Dabei konzentrieren sich die Arbeitsagenturen neben der Rekrutierung und Arbeitsvermittlung vor allem auf ein durchdachtes Integrationsmanagement und die Betreuung der Vermittelten. Seien es Behördengänge, Anmeldeformalitäten, Organisation einer arbeitsplatznahen Unterkunft oder die Vor-Ort-Betreuung durch bilinguale Mitarbeiter – alles läuft parallel im Hintergrund. „Unsere Bewerber aus Polen freuen sich über die Arbeit in Deutschland und sind stolz auf ihre Erfolge in der neuen oder vorübergehenden Heimat“, so Florian Meyer, Vorstandsmitglied der FFM. „Und die Unternehmen in Deutschland sind froh über die Unterstützung aus Polen“. Ein Service, den der Mittelständler selbst kaum leisten kann. Cornelia Böttger, Leiterin der Sangerhäuser Niederlassung von Meyer Fachkräfte, schätzt ein, dass die Nachfrage nach Fachkräften in der Region Mansfeld-Südharz gegenüber dem Vorjahr enorm gewachsen ist. „Von Sangerhausen, über Eisleben, Hettstedt und Könnern arbeiten wir aktiv mit Unternehmen vor allem im metallurgischen Bereich zusammen“. Dabei hätte die mit der Vermittlung von polnischen Fachkräften schon gute Erfahrungen gemacht, wobei es Vorbehalte abzubauen gilt. Polnische Mitarbeiter verfügen über ein gutes Fachwissen und seien sehr motiviert, so die Niederlassungsleiterin.
Ein Ziel für die Zukunft ist es, neben den ausgebildeten Fachkräften, vor allem Jugendliche aus dem Ausland für eine Ausbildung in Deutschland zu gewinnen.


